Wie soll man das Fitz Roy Hotel richtig wählen

Für einen Besuch der Provinz Santa Cruz sollte man eine Woche einplanen. El Calafate ist der obligatorische Ausgangspunkt für alle Besucher des Nationalparks Los Glaciares. Fünf Jeepstunden nördlich von El Calafate thronen bei El Chalten die bizarren Granitnadeln des Cerro Fitz Roy 3375 m hoch über der Steppe. Am besten bucht man ein Fitz Roy Hotel oder in der Umgebung selbst und macht per Mietwagen Ausflüge.

Das grüne Schmelzwasser des vom Viedma-See gespeisten Flusses ergießt sich in den Lago Argentino. Zu beiden Seiten breitet die sandfarbene Meseta noch einmal ihren Formenschatz aus, bevor am Hotel La Leona (für Notübernachtungen) – nach rund 110 km (ab Calafate) die Straße den Fluss quert. Ganz zu schweigen von den Aufstiegen: Jahr für Jahr schlagen die ehrgeizigsten Bergsteiger der Welt das Fitz Roy Massiv, das als „schwierigster Kletterberg der Welt“ bezeichnet wird. Man muss gesehen haben, wie steil er aus der Ebene aufragt. Beim Näherkommen glaubt man nicht, dass er je bestiegen werden konnte. Südlich des Aconcagua verlieren die Anden sehr bald beträchtlich an Höhe, in ihrem südlichsten Teil, der meist als Patagonische Kordillere bezeichnet wird, erreichen sie im Allgemeinen nur noch Höhen zwischen 2000 und 3500 m.

In dieser Region liegt auch die Laguna San Rafael, die nur per Schiff zu erreichen ist. Der nördliche Ausläufer des patagonischen Inlandeises mündet dort im San-Rafael-Gletscher, der mit einer 60 m hohen Gletscherzunge spektakulär ins Meer hineingreift. Die Gebirge Patagoniens in diesem Gebiet sind auch die andauernde Attraktion: Monte San Valentín, Cerro Arenales, Cerro Hyades and Cerro Pared Norte.

Aus dem Alpenraum kamen die ersten Siedler. Sie bauten ihre Häuser im alpenländischen Stil. Ezequiel Bustillo beispielsweise kopierte mit seinen Entwürfen für das Centro Civico im Stadtzentrum in den 1930er Jahren Schweizer Chalets. Es beherbergt das ausgezeichnete Museo de La Patagonia, das an die Ureinwohner der Region, die Vuriloche-Indianer, erinnert, wörtlich: Menschenfresser von hinten, denn die Araucas zelebrierten damals tatsächlich diese makaberen Volksspeisungen. Menschenfresser gibt es nicht mehr, seit bei der großen Schlacht von Bariloche 1881 ihr letzter Widerstand mit Hilfe eines Kanonenbootes zusammengeschossen wurde.

Einige Touristen meinen jedoch spöttisch, die Hoteliers hätten, den Zimmerpreisen nach zu urteilen, die würdige Nachfolge dieser Halsabschneider angetreten. Denn die Zimmernachfrage ist riesengroß, da Argentinien seit der Wirtschaftskrise 2002 ein relativ günstiges Reiseziel ist. Für ein Doppelzimmer im Mittelklassenhotel muss man mit $ 20–50 rechnen. Buenos Aires ist so teuer wie eine deutsche Großstadt, der Aufenthalt in den Nationalparks ist vergleichsweise sehr billig (Campern ist oft kostenlos).

Für ein einfaches Frühstück in einer Bar muss man mit $ 2–3 rechnen, ein Mittags- oder Abendessen bekommt man ab $ 5. In den meisten Restaurants bezahlt man mittags weniger für ein Menü als abends. Die Kosten für Verkehrsmittel sind gering: Die 36stündige Busfahrt durch das halbe Land von Rio Gailegos nach Buenos Aires kostet etwa $ 100.

Es gibt Unterkünfte aller Kategorien. Die staatlicherseits vergebenen Sterne versprechen manchmal mehr, als sie in der Realität halten können. Die Hotels sind im Süden teurer als im Norden. Größere Hotels müssen per Telefon oder Fax reserviert werden; Reiseagenturen in Buenos Aires helfen weiter. Engpässe können sich im Ferienmonat Januar in den Badeorten ergeben.

Die gängigen Kreditkarten (in Südamerika ist VISA am weitesten verbreitet) werden in den größeren Hotels, Restaurants und Geschäften akzeptiert. Die Öffnungszeiten variieren von Land zu Land, von Ort zu Ort und von Jahreszeit zu Jahreszeit, so dass man trotz der nachstehenden Angaben, die auf die reguläre Geschäftszeit hinweisen, sich z. B. im Hotel nochmals vergewissern sollte.

Die Fitz Roy Bilder sind ausdrucksstark und einzigartig

Der ferne Süden bietet mehr als genügend Attraktionen, um einen unvergesslichen (argentinischen) Sommer zu verbringen, und für sich ganz alleine in Kontakt mit der überwältigenden Natur zu kommen. Der Zyklus der Dammbildung und Überflutung am Brazo Rico hat sich seit 1937, als er zum ersten Mal auftrat, mit zunehmender Regelmäßigkeit wiederholt. Kulturell interessant in der Ortschaft sind das Museo Regional Municipal El Calafate, das die Geschichte der Region seit dem Auftreten der ersten indigenen Völker erzählt, und das Centro de Interpretación Historica Calafate. Das Privatmuseum einer Gruppe örtlicher Akademiker behandelt ebenfalls die heimische Geschichte. Anhand von Fotos und Bildern werden Fitz Roy Bilder sowie die Entwicklungsgeschichte von Mensch und Umwelt in der Region sehr anschaulich dargestellt. Die Stadt selbst ist mit einem modernen Flughafen und zahlreichen Hotels und Restaurants ausgestattet.

Andere Bilder stellen die Verbindung zwischen der irdischen Welt der Jäger und ihrer geistigen Entsprechung dar. 7000 Jahre alte Malereien zeigen Hunderte trächtiger, still dastehender Guanakos. Sie werden als eine Art gemaltes Gebet gedeutet, das die Rückkehr der Tiere in einer Zeit des Mangels erfleht, nachdem sie zu besseren Weiden fortgezogen waren.

Ob Roberto Matta oder Elmina Moissán – sie richteten den Blick auf das Dämonische dieser Welt, das sie immer als besonders stark empfanden. Technisch wirkende Kreaturen besiedeln ihrer Bilder, die mit maschinellen Gesten malt und Orientierung in einer Welt zu finden versuchen, die von undurchschaubaren Mächten gesteuert wird.

Von den Gipfeln der südlichen Andenkordillere führen Eisfelder und Gletscher in riesige Seen, an deren Ufern prähistorische Alercen- und Araukarienwälder oder Ausläufer des Val- divianischen Regenwalds wachsen. Auf der unendlich langen Fahrt entlang der Süd-Nord-Achse – optimalerweise der legendären Ruta 40 folgend.

Dank seiner einmaligen Lage bietet der Gletscher Perito Moreno, dessen 5 km breite und 60 m hohe Stirn in einen schmalen Arm des Lago Argentino eintaucht, ein überaus grandioses Schauspiel. Der Besucher von heute kann dieses Spektakel der Natur ebenso erleben. Vom gegenüberliegenden Ufer aus kann man hören, wie es in den mit bloßem Auge nicht wahrnehmbar langsam dahin schleichenden Eismassen vor Spannung kracht. Hier findet man auch die Stromente. Wie ihr Name vielleicht schon andeutet, ist der schwarz-weiß gestreifte Erpel mit seinem feuerwehrroten Schnabel nur in Wildwassern zu sehen. Stromenten tummeln sich, tauchen und schwimmen in wilden beängstigenden, strubbeligen Stromschnellen herum, als wären sie in einem Teich.

Das wenig attraktive Städtchen Rio Turbio in einer entlegenen Ecke Patagoniens, sechs Kilometer von der chilenischen Grenze entfernt, war vor allem für eines bekannt – Kohle. Wegen der fortdauernden Flaute in der Bergbauindustrie Argentiniens liegen die Minen am Stadtrand verlassen da. Ein kleiner Teil, in dem Bergleute Einblick in ihre Arbeit geben, kann auf einer Führung besichtigt werden, die das Verkehrsamt in der Stadt organisiert. Das zweite Highlight der Stadt ist ihre Schmalspurbahn, die Anfang der 1950er Jahre für den Transport der Kohle aus Rio Turbio nach Rio Gallegos am Atlantik gebaut worden ist. Die alten Lokomotiven, die hier verkehren, erinnern an goldene Zeiten. Die Eisenbahnlinie, einstmals die südlichste der Welt, musste diesen Titel an die neue Eisenbahn in Ushuaia abtreten, die 1994 gebaut wurde.

Wetter Chile ist mit 18 °C im Juli und August subtropisch

Geradezu eine Ansicht auf die Landkarte stellt die wichtigste Eigenschaft Chiles dar: Es ist ein Staat, dessen Küste sich direkt am Südpol grenzt, sodass die Gletscher in der Gegend ganz eigenes Wetter schaffen. Zudem dringt die feuchte Meeresluft aus dem Westen nicht bis ins Landesinnere vor, da sie sich als häufig auftretender Küstennebel am Rand der aufgeheizten und steil ansteigenden Landmasse niederschlägt. Doch selbst wenn Wolken aufziehen und heftige Westwinde Schneegestöber bringen, lohnt sich der Ausflug allein schon wegen der unablässigen Geräusche des Gletschers. Für schnelle Wetterumschwünge sorgen die Winde, die mit Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 180 km/h über das Land fegen. In manchen Jahren laden die unbarmherzigen Pazifikstürme extrem viel Schnee und Regen in den höheren Lagen des Gletschers ab. Hier starten Kondorküken von einem vulkanischen Felsvorsprung, dem Cerro de los Condores, zu ersten Flugversuchen. An manchen Wetterstationen wurden noch nie Niederschläge gemessen. Das hat im Wesentlichen zwei Ursachen: In dieser Region sind Ostwinde vorherrschend, sodass sich die feuchten Luftmassen bereits an den Gebirgen im Osten abregnen. Das Wetter Chile kann man als subtropisch bezeichnen. Die Tiefsttemperaturen liegen bei ca. 18 °C im Juli und August, und am wärmsten ist es im Februar, mit Höchsttemperaturen von 28 °C. Niederschläge geben es alldem vom Monat der Sommersonnenwende bis zum achten Monat des Jahres, im Durchschnitt 1.200 mm per annum.

Chile bietet dem Naturliebhaber ein kaum zu übertreffendes Kaleidoskop an atemberaubenden Landschaften. Dazu kommen attraktive Kolonialstädte und eine herzliche Gastfreundschaft. Chile ist einfach zu bereisen. Die großen Entfernungen machen es allerdings schwierig, das Land in Gänze kennenzulernen.

Im Kleinen Norden gibt es kilometerlange Badestrände bei La Serena und Oasen im Valle de Elqui, ein Obstgarten inmitten der grauen Wüste. Besonders beliebt sind die Strände um Vifia del Mar, die im chilenischen Sommer von Dezember bis März überfüllt sind. Tagsüber kann es heiß werden, nachts dagegen empfindlich kühl; in den Wintermonaten (Mai bis September) sinkt die Temperatur häufig auf Werte unter 0 °C.

Zwischen Santiago und den Sechstausendern der Anden werden in den Skigebieten Portillo und Valle Nevado hervorragende Bedingungen für den Wintersport geboten. Wind und Wetter schufen in Jahrmillionen eine faszinierende Landschaft: Canons, die bis zu 170 m fast senkrecht abfallen, sowie fantastische Sandsteinformationen, die Menschen, Tieren oder Gebäuden gleichen und „Mönch“, „Kamel“, „Schloss“ oder „Kathedrale“ heißen. Die meisten Süßwasserseen hegen in der argentinischen Seenregion und in den Patagonischen Anden von der Provinz Neuquen im Norden bis zur Provinz Santa Cruz im Süden. Zu den bekanntesten dieser Andenseen zählen der Lago Nahuel Huapi (Nationalpark), der Lago Puelo (Nationalpark), 130 km südlich des Lago Nahuel Huapi.

Wer das gesamte Land kennen lernen will, sollte zwischen Januar und März fahren. In diesen Monaten kann man in der Regel sonnig warmes Wetter erwarten. Im Süden ist der Himmel meist wolkenlos, sogar in den Höhenlagen der Anden wärmt die Sonne tagsüber noch. Die Schwüle in den subtropischen Gebieten man allerdings aushalten.

Tipps für Fitz Roy Besteigung sowie die gängigsten Routen

Im Sommer, wenn es im Norden Argentiniens unerträglich schwül wird, zieht es die Portenos, die sich einen Urlaub leisten können, machtvoll nach Süden; wenn nicht an die Seen, so in die Berge, zur Fitz Roy Besteigung. Und so purzeln riesige Eisnadeln mit gewaltigem Krach ins smaragdgrüne Seewasser. In einer aufkochenden Gischtwolke untergehend schwimmen sie als gerade auf die Welt gekommene Eisberge taumelnd hiervon. Dort liegt, südlich vom berühmten Seebad Mar del Plata, Nationalpark Torres del Paine, dessen Granittürme wie der Cerro Paine Grande (3248 m), aber auch die anderen, nur wenig niedrigeren Gipfel, sich spektakulär über blauweiße Gletscherseen und über die Eiswände der Gletscher Grey und Frances erheben. Landschaftliche Dreiteilung zwischen der Hauptkordillere der Anden und der Küstenkordillere liegt in Mittelchile das Chilenische Längstal, das mit Sedimenten aus Flussablagerungen und vulkanischem Gestein ausgefüllt ist und durch quer stehende Höhenzüge in mehrere Becken unterteilt wird. Und der Rio Paine stürzt über Kaskaden in den Lago Pehoe. Statt der durchgehenden Kammlinie – charakteristisch für die nördlichen Andengebiete – finden sich hier einzelne, spektakulär aufragende Berge wie das Fitz Roy Massiv mit dem Cerro Fitz Roy (3375 m) und tief eingekerbte, während der Eiszeit entstandene Quertäler. Das tiefste von ihnen, die untermeerische Magellansenke, trennt Feuerland ab.

Das berühmte Fitz Roy Massiv ist für Bergsteiger aus aller Welt ein Traumziel und eine Herausforderung. Die zerklüftete Berglandschaft ist nicht nur für Kletterer von besonderem Reiz, sondern auch für Wanderer ein lohnendes Ziel und hinterlässt unvergessliche Eindrücke. Die kleinen Attraktionen im Nahbereich – die Aussichtsplattformen und Laufstege, die dem dynamischsten Eiswunder, dem Perito Moreno Gletscher direkt gegenüberliegen – erreicht man auf dem Landweg.

In der Puna (3300-4000 m), einer Hochebene im Nordwesten, umgeben bis 6000 m aufragende Berge und knapp 7000 m hohe Vulkane abflusslose Senkengebiete. Ähnlich wie der im Norden angrenzende Altiplano ist die Puna eine wüstenartige, an ihren tiefsten Stellen von einzelnen Salzseen durchsetzte Landschaft. Die subandinen Sierren grenzen die Punaregion nach Osten hin vom flachen Gran Chaco ab. In der Zentralkordillere südlich der Puna liegen vier der fünf höchsten Gipfel der Anden, darunter der Aconcagua, mit 6959 m Spitzenreiter Amerikas. Für den möglichen Einsatz auf dem Mars nutzte die amerikanische Weltraumbehörde NASA diese Region als Testgebiet für Roboter. Nördlich von San Pedro de Atacama locken die Geysire am Vulkan El Tatio in 4300 m.

Ausgezeichnete Möglichkeiten zur Bergbesteigung, sei es rund um das bizarre Fitz Roy Massiv im Nationalpark Los Glaciares oder in der wunderbaren Berg- und Seenlandschaft im Nationalpark Nahuel Huapi, sind hier zur Genüge, sodass man auf jeden Fall während der Sommerpause auf seine Kosten kommt. Etwa 4000 Antarktisbesucher werden derzeit pro Jahr gezählt, Tendenz steigend, und manchmal werden die Vorschriften großzügiger ausgelegt als sie es ohnehin schon sind: Touristengruppen stören brütende Meeresvögel oder baden in denWarmwasserlagunen auf den Südshetlandinseln, die wissenschaftliches Sperrgebiet sind.

Reiseveranstalter in Ushuaia organisieren Antarktis-Reisen. Kostenpunkt: $ 500–750 pro Tag. Per Segelboot oder Dampfschiff passiert man die 800 Seemeilen breite Drakepassage und besucht die Südshetlandinseln. Im Interesse des Naturschutzes sollte man von diesen Reisen absehen. Landschaften und Tiere, wie man sie in der Antarktis sieht, gibt es auch auf dem argentinischen Festland, sodass man nichts verpasst.

Mit ein wenig Glück kann Fitz Roy Expedition spannend werden

Es gibt Reiseziele, die man längst zu kennen glaubt, bevor man einen Fuß auf ihren Boden gesetzt hat; Länder, deren klingende Namen Fernweh und Bilder voller Exotik und Faszination suggerieren. Dazu gehört auch das südliche Lateinamerika und Nationalpark Perito Moreno, eine raue, niederschlagsreiche Region mit dem kühl-gemäßigten Klima. Das ist das nächste interessante Ziel einer Fitz Roy Expedition. Die Küstenkordillere erreicht hier bis 2500 m Höhen, und verwandelt sich südlich von Puerto Montt in eine Landschaft aus tief ins Land eingeschnittenen Fjorden, Gletschern und tausenden gebirgiger Inseln. Zu Pferd oder zu Fuß kann man dort weiterziehen, wo die Straßen enden — tief in die Wälder zu unbekannten Seen, hinauf in die Berge. Allein die Anreise per Boot an den im Wasser treibenden Eisbergen vorbeilohnt den Besuch, der auch als Tagesausflug ($ 150 p. P.) buchbar ist. Wählt man die letztere Möglichkeit, sollte man sich zuvor beim Club Andino Bariloche, Calle Morales, Ecke Elflein, über Wanderrouten und Berghütten informieren.

Zudem gibt es in Argentinien eine große Zahl natürlicher Seen. Viele von ihnen sind jedoch Salzseen. Die weitaus 2 größte Lagune ist die rund 1850 km große Laguna Mar Chiquita, die nordöstlich von Cordoba hegt. Die meisten Süßwasserseen hegen in der argentinischen Seenregion und in den Patagonischen Anden von der Provinz Neuquen im Norden bis zur Provinz Santa Cruz im Süden. Sie bilden vielfach große Seenplatten, die weit nach Chile hineinreichen und Kernstück ausgedehnter Nationalparks sind (daher und wegen ihres Fischreichtums auch Touristenzentren).

Der Nationalpark Torres del Paine liegt 120 km nördlich von Puerto Natales und ist über eine gut ausgebaute Schotterstraße zu erreichen (im Sommer per Bus von El Calafate via Puerto Natales erreichbar). Wer sich mal auf der anderen Andenseite umschauen will, kann mit dem Bus nach Chile reisen. Ist man an der Atlantikküste unterwegs, sollte man von Comodoro Rivadavia zunächst das Monumento Natural Bosques Petrificados aufsuchen. Perito Moreno darf nicht verwechselt werden mit dem Nationalpark Perito Moreno oder dem Gletscher Perito Moreno im Nationalpark Los Glaciares oder mit einem der vielen anderen Orte, die alle nach Francisco Pascasio Moreno benannt wurden. Perito ist kein Name, es ist ein Ehrentitel, der ihm beigegeben wurde: Das spanische Wort bedeutet einfach „Fachmann“ oder „Sachverständiger“.

In Puerto Montt, nahe dem alten Bahnhof, an dem nur noch wenige Züge halten, beginnt die Carretera Austral, eine 1350 km lange Straße, mit deren Bau Mitte der 1970er Jahre begonnen wurde, und die bis Villa O’Higgins an sei der Wälder, der Mythen, der Fischer und leider auch des Regens, sowie für Bootstouren zu Zielen entlang der dort beginnenden Traumstraße Carretera Austral. Alternativ kann man von der Hafenstadt schnell per Flugzeug oder per mehrtägiger Schifffahrt in den tiefen Süden, nach Magallanes, gelangen. In dieser Region liegt auch die Laguna San Rafael, die nur per Schiff zu erreichen ist. Der nördliche Ausläufer des patagonischen Inlandeises mündet dort im San-Rafael-Gletscher, der mit einer 60 m hohen Gletscherzunge spektakulär ins Meer hineingreift.

Deutsche, Österreicher und Schweizer benötigen einen wenigstens drei Monate gültigen Reisepass. Man erhält eine Touristenkarte, die bei Ausreise abzugeben ist. Auf dem Einreisestempel im Pass wird die maximale Aufenthaltsdauer vermerkt. Der Pass ist immer mitzuführen. Für Ausflüge nach Chile und Paraguay brauchen Deutsche, Österreicher und Schweizer ebenfalls nur ihren noch drei Monate gültigen Reisepass.

Fitz Roy Trekking ist ein Wanderprogramm in El Calafate

Liebhaber ausgedehnter Gebirgstouren kommen in Argentinien voll und ganz auf ihre Kosten. In den Nationalparks der Anden finden sich ausgezeichnete Möglichkeiten zum Wandern, sei es rund um das bizarre Fitz Roy Massiv im Nationalpark Los Glaciares oder in der wunderbaren Berg- und Seenlandschaft im Nationalpark Nahuel Huapi. Mit einem Allradfahrzeug klettert man über Asphaltstraßen und Schotterpisten bis auf fast 3500 Meter Höhe Fitz Roy und staunt über einsame Salzseen, Geysire und mehr als 6000 Meter hohe Vulkane der Andenkette – eine der Hauptattraktionen im Nationalpark Los Glaciares – als mächtige Gebirgsbarriere zwischen Chile und den Nachbarländern Bolivien und Argentinien, bestens für Fitz Roy Trekking geeignet. Hier liegen die beiden größten Seen Argentiniens: Viedma und Argentino, mit 1100 beziehungsweise 1500 km2. Zu den Gletschern im südlichen Teil des Schutzgebiets werden in der Regel Tagesausflüge unternommen, nur Camper können dort übernachten. Auf einem sechstägigen Rundwanderweg lässt sich der Park in seiner ganzen Schönheit bewundern. Allerdings sollte man nicht allein losgehen und eine sehr gute Ausrüstung dabei haben.

Herab vom großen Patagonischen Inlandeis, einer geschlossenen Eisdecke von 500 km Länge und 40 km Breite, die auf den ausgezackten Anden lastet, winden sich neun Gletscher in den eigentümlich milchig-grün gefärbten See. Höhepunkt des Gletschererlebnisses ist ein zweistündiges Mini-Trekking auf den Randzacken des Eisfeldes mit seinen wie von innen beleuchteten blauen Kavernen. An der Grenze zu Bolivien liegt in 4570 Meter Höhe der Lago Chungara, der von den Zwillingsvulkanen (Las Payachatas) Pomarope (6250 m) und Parinacota (6330 m), beides perfekt geformte Vulkane mit weißem Schneekragen, überragt wird.

Die Wanderung zur Laguna de los Tres ist eine Tagestour. Wer übernachten möchte, nimmt den auf halber Strecke südwärts abzweigenden Weg zum Campingplatz an der Laguna Capri. Andere Route: Ein Katzensprung südöstlich vom Campingplatz Poincenot führt ein Pfad südwärts zur Laguna Madre und Laguna Hija (wenig besucht), bevor er den Laguna-Torre-Weg kreuzt, der zur Stadt zurückführt. Hier müssen Tageswanderer nach El Chalten umkehren. Das nächste Camp für Trekker liegt am Rio Electrico jenseits der Parkgrenze.

Man benötigt eine sehr gute Ausrüstung, denn in den meisten Parks müssen sich die Wanderer selbst versorgen, und auf das Kartenmaterial kann man sich nicht immer verlassen. Erhältlich ist es in den Büros der Nationalparks, die besten Karten gibt es von den oben erwähnten Parks. Geführte Touren bieten verschiedene Spezialveranstalter für Studien- und Trekkingreisen in Deutschland an. Die Hochkordillere der Anden durchzieht Chile ohne Unterbrechung von Norden nach Süden, wobei sie an Breite abnimmt. Das Gebirge ist erdgeschichtlich gesehen recht jung und vulkanisch sehr aktiv; vor allem im Norden des Landes befinden sich einige der höchsten aktiven Vulkane der Erde. Die Anden bestehen im Norden aus zwei parallel laufenden Gebirgsketten, zwischen denen sich Hochtäler auf 3000 Meter Höhe erstrecken, umringt von Gipfeln wie dem Vulkan Licancabur (5930 m), dem Cerro Aucan (6180 m) und dem Vulkan Llullaillaco (6723 m).

Die Preise unterscheiden sich wenig; Überblick bekommt man bei einem Besuch der hilfsbereiten Touristeninformation. Angeboten werden u. a. kurze Trekkingtouren über den Perito Moreno Gletscher oder Bootsfahrten über Lago Argentino zur bläulich schimmernden Wand des überdimensionalen Eisblocks. Bei den eintägigen Bootsausflügen ist ein Landgang eingeplant: Mit Steigeisen ausgerüstet, wandern die Teilnehmer über das Eis zu frostkalten blauen Eishöhlen, n denen das Schmelzwasser von der Decke tropft Vor der Rückkehr aufs Boot gibt es zum krönen den Abschluss noch einen Whisky auf Gletschereis.

Der Fitz Roy Berg begeistert Bergsteiger aus aller Welt

In Villa Carlos Paz zweigt eine Straße nach Süden ab. Sie führt durch eine bezaubernde Berg- und Seenlandschaft nach Alta Gracia, das um eine lange Zeit jesuitische Estancia aus dem Jahr 1588 entstand. Weite Hochebenen, Seen, die wie blaugrüne Spiegel zwischen den Berggipfeln liegen, breite Strände, dichte Regenwälder, hohe Vulkankegel, Fitz Roy Berg (der höchste Berg Chiles und zweithöchste der Anden überhaupt), tief eingeschnittene Fjorde und gewaltige Gletscher. Betrachtet man die Carretera Austral aus dieser Sicht, ist das eine wundervolle Route in die Einsamkeit – doch zur Entwicklung der Region hat sie nur wenig beigetragen: Viel Verkehr ist hier nicht, da Güter schneller und billiger per Fähre von Puerto Montt in die Region transportiert werden können.

Südlich der Hauptstadt Santiago werden die Andengipfel niedriger und erscheinen in der Landschaft wie isoliert stehende perfekt geformte Vulkane, wie zum Beispiel der Villarrica (2840 m) oder der Osorno (2660 m). Im Süden setzen sich die Anden in den stark vergletscherten Patagonischen Anden fort. Einige Krater wie der Rano Raraku bergen Seen, die der Bevölkerung einst das Trinkwasser lieferten. Der vulkanische Untergrund ist zu porös, als dass sich Wasserläufe bilden könnten.

Der Fitz Roy Berg, angeblich nach dem Skipper von Charles Darwins Boot genannt, ist mit seinen 3405 m eine der kleineren Anhöhen Argentiniens. Gleichwohl von Bergsteigern aus aller Welt als ein Traumziel begehrt. Bereits am Anfahrweg zu El Chalten, dem winzigen Städtchen an seinem Fuß, sieht man, wie seine Spitzen, auf denen sich nicht einmal der Schnee zu halten scheint, in die Höhe emporragen. Schade, dass der Bus weiterfährt und man das Bild nicht festhalten kann: ein Guanaco in der Steppe, dahinter der Lago Viedma, wo man in der Ferne schon den gleichnamigen Gletscher blitzen sieht. Amphitheater der Bergketten umschlossenen Seen entwässern ineinander und dann zum Pazifik. Das Gestein birgt Höhlen, Tehuelche-Malereien (am Cerro Casa de Piedra) und über 50 Millionen Jahre alte Fossilien von Bäumen und Meerestieren. Ewig schneegekrönter König der Region ist der Monte San Lorenzo (3700 m), höchste Erhebung der argentinischen Südkordillere und begehrte Trophäe vieler Andinisten.

Höhepunkt des Gletschererlebnisses ist ein zweistündiges Mini-Trekking auf den Randzacken des Eisfeldes mit seinen wie von innen beleuchteten blauen Kavernen. Und gewöhnlich krönen sogar einige über dem Nachbargipfel kreisende Kondore diesen Ausflug. Diese Tour kann auch mit der Fahrt in den Nationalpark Torres del Paine kombiniert werden. Vom Serrano- Gletscher aus geht es in Motorschlauchbooten weiter, den Rio Serrano hinauf bis zum Camping Rio Serrano, von dort gibt es einen Transfer zur Parkverwaltung. Die sehr empfehlenswerte Route kann auch in umgekehrter Richtung dienen, um den Park auf einem anderen Weg zu verlassen. Am meisten bewunderte Darsteller auf diesen Trips sind jedoch die vorbei driftenden, bald silbern, bald kobaltblau schimmernden tempanos (zu Deutsch Eisberge).

Fitzroy bietet tolle Aussichten in argentinischen Anden

Das Gebirge der Anden, das entlang Argentiniens westlicher Grenze zu Chile verläuft, zieht Bergsteiger aus der ganzen Welt an. Südlich entlang der Andenkette sind eine Reihe von Parks verstreut, große, kleine, alle ähnlich, aber jeder mit seinen besonderen Attraktionen und seinem eigenen Charakter. Von der Stadt Esquel aus kann man den Nationalpark Los Alerces erreichen. Alerces heißt wörtlich übersetzt „Lärchen“. Dies ist die falsche Bezeichnung der Fitzroya cupressoides, des riesigen, immergrünen Äquivalents des Mammutbaums der westlichen Vereinigten Staaten. Fitzroy kann man bei gutem Wetter schon von weitem sehen. Diese Gipfel locken Kletterer aus der ganzen Welt an, die ihre Erlebnisse dann im Register am Nordeingang zum Parque Nacional Los Glaciares verewigen. Die Fahrt ist betörend schön: links steile Schichtfelsen und Canadones, in denen viele Pumas zu Hause sind; rechts der See und darüber die blauen Stalagmiten des Cerro Torre und Chalten (Fitzroy) Gebirgsstocks.

Seit der britischen Besetzung im Jahr 1833 hat kaum je eine argentinische Regierung ihren Souveränitätsanspruch aufgegeben. Argentinien geht es dabei besonders um den Zugriff auf die reichhaltigen Vorkommen an Erdöl und Krill und um den Zugang zur Antarktis. Wenn Sie einen Flug in Rio Gailegos an der kontinentalen Südspitze Argentiniens gebucht haben (z. B. weiter nach Feuerland oder zurück nach Buenos Aires), nehmen Sie wieder die Bundesstraße 40, jetzt in Richtung Südosten.

Schon auf einer Tagestour zur Laguna Torre, zur Laguna Capri oder weiter zum Rio Blanco verneigt sich der Wanderer unwillkürlich vor den von Schründen und Eiswülsten strotzenden Dolmen. Von der Punta Norte kann man zum chilenischen Grenzposten am Ufer des Lago San Martin wandern. Von hier fahren Boote über den See zu der chilenischen Ortschaft Villa O’Higgins.

Dieser Berg am nördlichen Ende des Nationalparks Los Glaciares ist eine Herausforderung für den wagemutigen Touristen, der eisige Schneewinde nicht scheut. Unterkunftsmöglichkeiten am Berg findet man in einer Hosteria; gute Campingmöglichkeiten sind ebenfalls vorhanden.

Zwischen Südbuchen, Zypressen und Calafate-Büschen, die rote und goldgelbe Farbkleckse in die Landschaft setzen, ziehen sich Schleich- und Wanderwege durch die Landschaft, die hier und da überraschende Ausblicke auf den bläulich-weiß schimmernden Perito-Moreno-Gletscher eröffnen.Zu beiden Seiten der Straße breitet die sandfarbene Meseta noch einmal ihren Formenschatz aus, bevor man nach rund 110 km am Hotel La Leona den Fluss quert.

Die letzte Hälfte des Weges bietet herrliche Aussichten auf die Nordwand des Fitzroy. An der Piedra del Fraile Findet man einen privaten Campingplatz mit warmem Wasser und Hütten. Von der Piedra del Fraile führen Pfade hinauf zum Südpatagonischen Eisfeld. Einwöchige Touren zu den Eisfeldern, die nur etwas für erfahrene Schnee- und Eistrekker sind.

Wieder auf der RN 40, stößt man rund 100 km weiter nördlich auf den Knotenpunkt Bajo Caracoles (Tankstelle »ohne Gewähr«, einfache Unterkunft), einen Steppenweiler mit 53 Einwohnern. Die Flugzeuge sind häufig ausgebucht, daher empfiehlt es sich, frühzeitig zu buchen. Das Trampen von Calafate zum Perito-Moreno-Geltscher sowie zum Berg Fitz Roy ist äußerst schwierig.

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